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Streikbereit
Streikbereit

Ergebnis nach der sechsten Verhandlungsrunde
15. Juni 2011


IG Metall: Druck der Belegschaft hat zum Ergebnis geführt Frankenthal. Nach sechswöchigem Streik und einem zwölfstündigen Verhandlungsmarathon ist in der Tarifauseinandersetzung zwischen der IG Metall und dem Vorstand des Druckmaschinenherstellers Koenig und Bauer am frühen Mittwochmorgen in Frankfurt ein Verhandlungsergebnis erzielt worden. Das Verhandlungsergebnis wurde durch die Tarifkommission mit großer Mehrheit angenommen.


Der Ergänzungstarifvertrag für die rund 650 Beschäftigten am pfälzischen Standort in Frankenthal sieht eine Beschäftigungs- und Standortsicherung vor. Hier einige wesentliche Eckpunkte der Vereinbarung:
1. Die Tarifvertragsparteien verpflichten sich eine nachhaltige Standortperspektive zu entwickeln, um Arbeitsplätze zu sichern.

2. Es werden am Standort zwei Gesellschaften gegründet: eine Fertigungs-GmbH mit 307 Beschäftigten und eine Technik-GmbH mit 250 Beschäftigten. Beide Unternehmen sind tarifgebunden.

3. Dem Standort mit den jeweiligen GmbHs wird für fünf Jahre eine operative Einheit mit Personal entsprechend der Auslastung garantiert. Betriebsbedingte Kündigungen werden weitestgehend für die nächsten 24 Monate ausgeschlossen. Wegen der dauerhaften Unterauslastung werden jedoch 90 Stellen abgebaut. Hierzu wurden besondere Abfindungsregelungen vereinbart.

4. Der Bereich Falzapparatemontage wird in drei Schritten innerhalb der nächsten 48 Monate nach Würzburg verlagert.

 

IG Metall Verhandlungsführer Stefan Schaumburg erklärte: „Das Ergebnis war nur möglich durch die große Geschlossenheit der Kolleginnen und Kollegen. Ohne ihre Bereitschaft sechs Wochen vor dem Werkstor auszuhalten, hätte der nötige Druck auf die Verhandlungen mit dem KBA Vorstand gefehlt.“

 

Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall in Ludwighafen-Frankenthal, Günter Hoetzl, sagte: „Das Ergebnis ist ein tragfähiger Kompromiss, der annehmbar ist. Wir haben sechs Wochen zu 100 Prozent vor dem Werkstor gemeinsam für unsere Ziele gekämpft. Dennoch liegt vor uns noch viel Arbeit, den Standort und die Beschäftigung bis 2016 zu sichern.“


Betriebsratsvorsitzender Michael Gasparri: Wir haben mit unserer Solidarität den Standort gesichert. Das ist wichtig für uns und unsere Familien.“